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Mit dem Kopf durch die Wand: Warum die EU und Deutschland die Krypto-Zukunft verspielen wollen

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Mit dem Kopf durch die Wand: Warum die EU und Deutschland die Krypto-Zukunft verspielen wollen

Man schaut der Welt beim Innovieren zu – und wenn eine Technologie organisch erfolgreich wird, stehen die Regulatoren parat, um abzukassieren. Ein aktueller Bericht von Blocktrainer beleuchtet interne Dokumente der EU und Pläne in Berlin. Was dort im Hintergrund kalkuliert wird, zeigt mal wieder das ganze Ausmaß einer verfehlten Wirtschaftspolitik. Es ist ein Trauerspiel in zwei Akten:

Akt 1: Die Brüsseler Haushalts-Kalkulation

Die EU-Kommission sucht nach neuen Geldquellen für den Haushalt ab 2028. Interne Dokumente der Steuerabteilung zeigen: Man rechnet dort konkrete Szenarien für eine EU-weite Krypto-Gewinnsteuer (bis zu 2,4 Mrd. €/Jahr) und eine Krypto-Transaktionssteuer von 0,1 % (bis zu 4 Mrd. €/Jahr) durch.

Das Absurde: Die Planer geben in ihrem eigenen Papier offen zu, dass das kaum durchsetzbar ist, weil Nutzer auf dezentrale Börsen (DEXs) ausweichen oder ins Ausland abwandern werden. Man benennt die fatalen Folgen für den Standort also genau – und kalkuliert trotzdem damit. (Wichtig zu wissen: Da Steuerfragen in der EU einstimmig beschlossen werden müssen, ist das rechtlich eine riesige Hürde, aber die Absicht ist schwarz auf weiß dokumentiert).

Akt 2: Die Gedankenspiele in Berlin

Weil Brüssel für den schnellen Euro zu langsam ist, schaut man sich in Deutschland offenbar schon nach eigenen Wegen um. Ein internes Papier aus dem Bundesfinanzministerium ging kürzlich durch die Medien: Dort wird ernsthaft darüber nachgedacht, die einjährige Haltefrist für Steuerfreiheit bei Krypto-Gewinnen komplett abzuschaffen, um kurzfristig Milliarden zu generieren. Damit würde das einzige Argument, das Deutschland für Krypto-Anleger überhaupt noch attraktiv gemacht hat, einfach wegradiert.

Das ist moderne Wegelagerei. Institutionen und Staaten, die absolut null zur Erschaffung, Entwicklung oder zum Risiko dieser dezentralen Technologien beigetragen haben, wollen sich auf dem Rücken derer bereichern, die das private Risiko eingegangen sind.

Ob regelmäßige Milliardenstrafen gegen Big Tech (deren Infrastruktur uns technologisch überhaupt erst so weit gebracht hat) oder der gierige Blick auf den Krypto-Markt: Europa glänzt seit Jahrzehnten primär als globaler Chef-Regulator, nicht als Innovator. Wenn eigene Ideen und Innovationskraft fehlen, wird eben der Erfolg anderer nachträglich reglementiert und abgeschöpft.

Das Schlimmste daran ist die schleichende Resignation. Viele lesen solche Nachrichten, zucken mit den Schultern und machen weiter. Aber alles kommentarlos runterschlucken? Nein. Man kann nur dann etwas hinterfragen, wenn man überhaupt Bescheid weiß. Wenn der Staat den Rahmen immer enger gesteckt hat, bleibt am Ende nur die Flucht in die Eigenverantwortung. Kapital und Know-how sind digital und mobil – sie wandern dorthin ab, wo man sie willkommen heißt.

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